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Ihr werdet als Assistent (=Hilfs- und ggf. Pflegeperson) bei körperlich schwerstbehinderten Menschen eingesetzt.
Unsere KlientInnen benötigen für lange Zeiträume am Tage Assistenz an ihrer Seite. Dabei übernehmt ihr die Funktion der "helfenden Hand" und unterstützt unsere KlientInnen in allen Lebenslagen und in allen Bereichen die sie körperlich gar nicht oder nicht selbständig erledigen können. Die Einweisung erfolgt durch die KlietInnen selbst, Eure Team-Kollegen und unsere Pflegefachkraft, ihr benötigt keine Vorkenntnisse, es lässt sich alles erlernen, ihr müsst nur bereit sein, verantwortungsbewusst und mit Verstand zu arbeiten.
Das beinhaltet zunächst einmal Hilfen im hauswirtschaftlichen Bereich (Einkaufen, Abwaschen, Putzen etc.).
Daneben werdet ihr aber bei fast allen Klienten auch mit pflegerischen Aufgaben konfrontiert. Das beinhaltet Hilfen bei der Essenszubereitung, Essen anreichen, Aufstehen, Waschen, Duschen, Toilettengang. Diese Tätigkeiten bei anderen Menschen auszuführen ist für die meisten ZDL absolutes Neuland und zu Anfang sicher auch mit einigem Bauchgrimmen verbunden. Wir möchten aber auf die Erfahrungen der vielen vorangegangenen ZDL-Jahrgänge verweisen: Deren einhellige Erfahrung ist, dass die anfängliche Befangenheit meist schnell, innerhalb der ersten zwei bis vier Wochen, in einen unverkrampften Umgang auch mit der Pflege übergeht.
Das eigentlich Anspruchsvolle bei der Assistenz behinderter Menschen ist der persönliche Umgang mit einem anderen, zunächst ja auch fremdem, Menschen, über einen längeren Zeitraum von 6-12 Stunden am Tag. Ihr sollt den Menschen in seinem Leben begleiten und unterstützen. D.h. Ihr müßt seine Wünsche und Vorstellung akzeptieren auch wenn ihr das eine oder andere anders seht oder machen würdet. Wenn euch etwas wundert, fragt einfach nach: bei der betreffenden Person selbst, eure Kollegen und natürlich bei uns im Büro.
Entscheidend für eine vernünftige Arbeitsatmosphäre ist meist, daß die "Chemie" zwischen dem Klienten und unseren Mitarbeitern funktioniert.
Dieser Bereich ist am häufigsten Ursache für Missstimmigkeiten und Probleme bei unseren Assistenzen.
Geeignet für einen Zivildienst bei uns seid ihr, wenn ihr offen seid, euch auf den Umgang mit einem anderen Menschen einzulassen. Zum Kennenzulernen und um Arbeitsabläufe zu erlernen braucht ihr deshalb eine Einarbeitsungs- und Erfahrungsphase. Bei Problemen hilft ein offenes Gespräch mit dem Klienten, Team-Kollegen und natürlich den MitarbeiterInnen im Büro.
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